Das Absaugen von Spänen an HSC-Maschinen
[18.06.2007]
Auf einer Chiron HSC-Fräsmaschine werden im Wechsel Werkstücke aus Kunststoff (POM) trocken und Aluminium nass bearbeitet. Die Kunststoffspäne werden während der Trockenbearbeitung mit ionisierter Luft neutralisiert und über eine von Ringler entwickelte und aus Aluminium gefertigte Raumabsaugdüse abgesaugt. Ein schnelles Umrüsten von Kunst-stoff- auf Alu-Bearbeitung ist durch die Konstruktion der Saugdüse möglich, die dann schnell und einfach aus der Maschine entnommen wird. Während der Aluminiumbearbeitung ist die Raumabsaugung abgeschaltet und mit einem Deckel gegen das Eindringen von Kühlschmierstoffen verschlossen. Auf Wunsch könnte man mit der Anlage zusätzlich auch ALU- Späne mit KSS absaugen. Hierbei wäre ein Vorabscheider und eventuell ein zweite Rohrleitung notwendig.
Teilereinigung – Trockenreinigung
Die Aluminium-Saugdüse wurde so konstruiert, dass sie perfekt in die Maschinengeometrie integriert werden konnte. Durch die Alu-Leichtbauweise wiegt sie nur wenige kg und kann vom Maschinenbediener in wenigen Sekunden aus der Maschine entnommen werden. Eine kostspielige Umrüstzeit entfällt somit. Sensoren, die am Rohrleitungsende montiert und mit der Ringler- und Chiron-Steuerung verknüpft sind, überwachen die Nass- bzw. Trockenbearbeitung. Die mit Druckluft ionisierten und über die Saugdüse erfassten Späne werden über die Rohrleitung und die Ringler Absaugung in einen großen Kunststoffbehälter abgesaugt und ausgetragen. Ein Ultraschallsensor überwacht den Füllstand. Nach der Bearbeitung kann die Maschine mit einem am Schwenkarm befestigten, leicht zu bewegendem Handsaugschlauch gereinigt werden. Der Düsenköcher mit integriertem Sensor schaltet automatisch einen elektropneumatischen Schieber sobald der Schlauch entnommen wird. Sofort steht dem Bediener Saugluft zur Verfügung und er kann die Maschine reinigen.
DER STAHLFORMENBAUER 6/2007
